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Sonntag, den 06.11.2011: br> br>
Nach 2 Wochen Reise und vielen Kilometern durch Äthiopien nach Chencha und zurück sind wir wieder gut in Deutschland angekommen! br>
Seit dem letzten Bericht vom 30.10. hat sich in der letzten Reisewoche außerordentlich viel ergeben. br> br>
War Sonntag, der 30.10. noch ein freier Tag, den wir in der Nähe von Arba Minch im Nationalpark für einen Ausflug zu den Krokodilen, Fischadlern, Pelikanen und Nilpferden verwendeten,
so ging am Montag, den 31.10. die Arbeit in Chencha unvermindert weiter. br> br>
In den letzten 3 Tagen, die wir in diesem Bergdorf verbrachten wurden sehr viele Arbeiten abgeschlossen oder zukünftige Aufgaben, die von den Einheimischen weiter vollendet werden, angestoßen. br>
Dank unseres guten Werkzeuges und tatkräftiger Hilfe einiger Bewohner aus Chencha, konnten wir von unserer Seite aus die Toiletten-Kompost-Wasserheizung-Duschanlage fertig stellen. br>
Die Dusche spendet nun warmes Wasser, sofern genügend Wasservorrat in den zugehörigen Tanks vorhanden ist. Die Tanks haben wir noch mit einer kommunizierenden Röhre verbunden,
um die Wassermenge zu verdoppeln. Ist der Wasservorrat aber zu Ende, muss er noch mühsam aus dem 80m entfernten Fluss herauf getragen werden. br> br>
Unsere Aufgabe für 2012 wird es somit auch sein, für die Brauchwasserversorgung der Toilette und Dusche einen hydraulischen Widder im 80m entfernten Bach zu installieren,
der ausreichend Flüssigkeit auf das Gelände von Ecopia pumpen soll. br>
Darüber hinaus wurden noch ca. 350 Bäume auf dem Grundstück gepflanzt, ein Gewächshaus begonnen, eine Trockenanlage für Früchte errichtet und
natürlich am Haupthaus selbst mit den Mauerarbeiten begonnen. br> br>
2012 soll für dieses bald fertig gestellte Haus die nötige Energieversorgung durch eine Photovoltaikanlage von unserer Schule auf dem Gelände in Chencha erbaut werden.
Denn ohne Stromversorgung kann die Veredelung der Ernteprodukte nicht durchgeführt werden. br>
Für den Kauf der Solaranlage benötigen wir noch zahlreiche Unterstützer und Sponsoren, die uns beim Erwerb und Transport dieser Anlage hilfreich werden. br>
Denn nach erfolgreichem Anschluss der nachhaltigen Energieversorgung für das Haupthaus können einem Bauern in Chencha, der dort seine Früchte und Ernteprodukte veredelt und konserviert,
2 Birr mehr pro Glas produzierter Marmelade bezahlt werden. br>
Bei 100 Gläsern Tagesproduktion könnte so ein Bauer ein zusätzliches Einkommen von 200 Birr nur durch die vorhandene Solaranlage erhalten.
200 Birr (umgerechnet 8 Euro) entsprechen dem durchschnittlichen Monatseinkommen eines Äthiopiers! br>
Da in Chencha bereits 250 Farmer daran interessiert sind, die Einrichtung von Ecopia zur Marmeladeherstellung zu nutzen,
hätte dies für die Dorfbevölkerung eine erhebliche Förderwirkung auf das selbst erwirtschaftete und von Ecopia unterstütze Einkommen der vor allem von Landwirtschaft lebendenden Menschen! br> br>
Diese Aufgabe werden wir mit unserem Projekt mit ganzer Kraft weiter verfolgen, da wir durch unsere Auftaktreise erst recht bemerkt haben, dass dies ein Ziel ist,
für das sich all die Anstrengungen lohnen. br> br>
Auf ein Wiedersehen in Äthiopien im Herbst 2012! br>
(W.D.) br> br>
Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 07.11.2011 um 13:07 Uhr.
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