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Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 27.11.2011 um 10:07 Uhr.



Sonntag, den 06.11.2011: Nach 2 Wochen Reise und vielen Kilometern durch Äthiopien nach Chencha und zurück sind wir wieder gut in Deutschland angekommen! Seit dem letzten Bericht vom 30.10. hat sich in der letzten Reisewoche außerordentlich viel ergeben. War Sonntag, der 30.10. noch ein freier Tag, den wir in der Nähe von Arba Minch im Nationalpark für einen Ausflug zu den Krokodilen, Fischadlern, Pelikanen und Nilpferden verwendeten, so ging am Montag, den 31.10. die Arbeit in Chencha unvermindert weiter. In den letzten 3 Tagen, die wir in diesem Bergdorf verbrachten wurden sehr viele Arbeiten abgeschlossen oder zukünftige Aufgaben, die von den Einheimischen weiter vollendet werden, angestoßen. Dank unseres guten Werkzeuges und tatkräftiger Hilfe einiger Bewohner aus Chencha, konnten wir von unserer Seite aus die Toiletten-Kompost-Wasserheizung-Duschanlage fertig stellen. Die Dusche spendet nun warmes Wasser, sofern genügend Wasservorrat in den zugehörigen Tanks vorhanden ist. Die Tanks haben wir noch mit einer kommunizierenden Röhre verbunden, um die Wassermenge zu verdoppeln. Ist der Wasservorrat aber zu Ende, muss er noch mühsam aus dem 80m entfernten Fluss herauf getragen werden. Unsere Aufgabe für 2012 wird es somit auch sein, für die Brauchwasserversorgung der Toilette und Dusche einen hydraulischen Widder im 80m entfernten Bach zu installieren, der ausreichend Flüssigkeit auf das Gelände von Ecopia pumpen soll. Darüber hinaus wurden noch ca. 350 Bäume auf dem Grundstück gepflanzt, ein Gewächshaus begonnen, eine Trockenanlage für Früchte errichtet und natürlich am Haupthaus selbst mit den Mauerarbeiten begonnen. 2012 soll für dieses bald fertig gestellte Haus die nötige Energieversorgung durch eine Photovoltaikanlage von unserer Schule auf dem Gelände in Chencha erbaut werden. Denn ohne Stromversorgung kann die Veredelung der Ernteprodukte nicht durchgeführt werden. Für den Kauf der Solaranlage benötigen wir noch zahlreiche Unterstützer und Sponsoren, die uns beim Erwerb und Transport dieser Anlage hilfreich werden. Denn nach erfolgreichem Anschluss der nachhaltigen Energieversorgung für das Haupthaus können einem Bauern in Chencha, der dort seine Früchte und Ernteprodukte veredelt und konserviert, 2 Birr mehr pro Glas produzierter Marmelade bezahlt werden. Bei 100 Gläsern Tagesproduktion könnte so ein Bauer ein zusätzliches Einkommen von 200 Birr nur durch die vorhandene Solaranlage erhalten. 200 Birr (umgerechnet 8 Euro) entsprechen dem durchschnittlichen Monatseinkommen eines Äthiopiers! Da in Chencha bereits 250 Farmer daran interessiert sind, die Einrichtung von Ecopia zur Marmeladeherstellung zu nutzen, hätte dies für die Dorfbevölkerung eine erhebliche Förderwirkung auf das selbst erwirtschaftete und von Ecopia unterstütze Einkommen der vor allem von Landwirtschaft lebendenden Menschen! Diese Aufgabe werden wir mit unserem Projekt mit ganzer Kraft weiter verfolgen, da wir durch unsere Auftaktreise erst recht bemerkt haben, dass dies ein Ziel ist, für das sich all die Anstrengungen lohnen. Auf ein Wiedersehen in Äthiopien im Herbst 2012! (W.D.)















Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 07.11.2011 um 13:07 Uhr.



Sonntag, den 30.10.2011: Nun sind wir eine Woche unterwegs und trotz schwerer Bedingungen haben wir unsere Hilfsarbeiten im äthiopischen Hochland begonnen. Die Reise nach Chencha gestaltete sich weniger reibungslos, da wir mit einem unserer Jeeps eine Panne an der Kardanwelle hatten und somit für die fast 600km weite Fahrt von Addis einen zusätzlichen Tag für die Reparaturen benötigten. Wir mussten in einem Hotel in Sodo übernachten, das aber mit 100 Birr pro Doppelzimmer (umgerechnet 4 Euro) ausgesprochen günstig war. In Chencha konnten wir also mit einem Tag Verspätung unsere Arbeit beginnen. Das Haus für die Arbeit von Ecopia besitzt bereits ein Fundament. Hier haben in den Tagen seit wir hier sind, auch die Bauarbeiten durch Bauleute aus Chencha begonnen. Unsere Aufgabe in diesem ersten Jahr, in dem wir das Solarprojekt in Chencha anstoßen ist es, die nötige Infrastruktur für das Leven auf dem 4ha großen Grundstück von Ecopia zu schaffen: Toiletten und Duschen. Für uns selbst haben wir erst einmal ganz einfache Anlagen nur für die Dauer unseres Aufenthaltes angefertigt. Für Ecopia geht es darum, solche Anlagen dauerhaft und nachhaltig auf dem Gelände hier zu schaffen. Dabei handelt es sich nicht nur um gewöhnliche Duschen, sondern die von uns begonnenen Anlagen müssen auch ökologischen und nachhaltigen Kriterien genügen. Dafür verwenden wir hiesige Materialien und ein kombiniertes Versorgungssystem: Wasser aus dem Fluss wird in Wassertonnen gebracht, die in ausreichender Höhe aufgestellt sind. Das Wasser wird mit einem 75m langen Schlauch durch einen Kompost aus Pflanzen und Kuhmist geleitet, so dass das Wasser durch die dortige Wärme erhitzt wird und somit warmes Wasser zur Verfügung steht. Die Toiletten sind über einem 1,30m tiefen Loch angebracht. Über dem Loch wird eine bewegliche Betonplatte gelegt. Ist das Loch nach einiger Zeit gefüllt, wird die Betonplatte und bewegliche Hütte auf ein Nachbarloch gelegt. Der in der ersten Grube entstandene Kompost wird sodann für die Kompostanlage zur Wassererhitzung verwendet. Für das kommende Jahr hatten wir diese Tage die Idee das Wasser für die Anlage mit Hilfe einer ausreichend starken hydraulischen Pumpanlage aus einem nahe gelegenen Fluss zu pumpen. Dies ist neben der Solaranlage ein neues Ziel unserer Hilfsarbeiten für Ecopia. Schwierigkeiten verursachen die hier fehlenden Werkzeuge und teilweise nur sehr langsam zu bekommenden Materialien. So sind wir froh, dank Rolf Terjungs Hilfe gute Werkzeuge wie Akkuschrauber, Wasserwaagen, Handschuhe sowie Schrauben und einen ausgezeichneten reichhaltigen Werkzeugkoffer mitgenommen zu haben. Neben allem geht es uns hier ausgezeichnet! Wir schlafen in unseren mitgebrachten Zelten, werden von Helfern von Ecopia und sogar von Mitslal selbst liebevoll bekocht und wir haben innerhalb der Gruppe viel Freude an den Arbeiten hier. Etwas anstrengend ist die Dorfbevölkerung vor allem die Kinder, die den ganzen Tag am Zaun des Grundstückes stehen und unsere Arbeit sehr erstaunt stundenlang bestaunen. Da es in Chencha keinen Internetanschluss gibt, wird es erst in Addis vor unserer Rückreise am Freitag wieder neue Nachrichten geben. (W.D.)


















Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 30.10.2011 um 11:50 Uhr.



Sonntag, den 23.10.2011: Seit 12.40 Uhr sind wir mit fast einer Stunde Verspätung unterwegs nach Addis Abeba. Mit einer Zwischenlandung in Istanbul und dreistündigem Aufenthalt sind wir Montag Morgen kurz nach Mitternacht in der äthiopischen Hauptstadt. Dort wird der erste Tag Zeit zum Ankommen, Einkaufen und Aklimatisieren sein. Am Dienstag geht es dann im Konvoi los nach Chencha. Besonders freuen wir uns auf die Begenungen mit dem Ecopia-Team in Addis. (W.D.)
Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 23.10.2011 um 16:22 Uhr.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 16.10.2011 um 22:34 Uhr.


Samstag, den 15.10.2011: Die restliche Projektgruppe bricht erst in einer Woche nach Äthiopien auf, die Vorbereitungen sind jedoch in vollem Gange: Maritza besucht in Begleitung ortskundiger Mitarbeiter von Ecopia den größten Markt, den es in Afrika gibt: Mercato. Dort gibt es nahezu alles zu kaufen, was auf diesem Kontinent zu erwerben ist. Die nachfolgenden Bilder dieses riesigen Verkaufsviertels in Addis Abeba geben einen kleinen Eindruck von seiner Fülle und von seinem hektischen Leben. (W.D.)












Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 15.10.2011 um 21:02 Uhr.



Dienstag, den 11.10.2011: Da der Name Maritza von den äthiopischen Mitarbeitern nicht so leicht ausgesprochen werden kann, heißt sie nun "Martha". Das ist einfacher....;-) Zunächst konnte sie einen ersten interessanten Einblick in die Arbeit von Ecopia gewinnen: hier wird Seife mit selbst getrockneten Blüten produziert, Wein hergestellt und Essig gemacht. Aber auch der Spaß kam heute nicht zu kurz: so wurden selbstgepfückte Kaffeebohnen geröstet, gemahlen und über dem Feuer gekocht und dazu kräftig getrommelt. Der Kaffee im Ursprungsland des Kaffees ist eben besonders köstlich. Anschließend zeigte sich bei Sonnenschein und angenehm warmen Temperaturen die äthiopische Hauptstadt bei einem kleinen Stadtrundgang von ihrer schönsten Seite . Bät'am amäsägginallähu, Martha ;-) Dähna idäri! (amharisch: vielen Dank, Maritza. Schlaf gut!) (W.D.)












Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 11.10.2011 um 23:17 Uhr.




Heute, Montag, den 10.10.2011 ist Maritza zur Voraborganisation der Reisegruppe in Äthiopien angekommen.
Noch in der Nacht wurde sie von Tigist, einer Mitarbeiterin von Ecopia, mit einem Taxi vom Flughafen abgeholt. Schon diese Taxifahrt durch das nächtliche Addis Abeba erwies sich als abenteuerlich, da der Kleinwagen mit dem Gepäck fast überfordert war.
Dennoch kam sie gut in der Zentrale von Ecopia an und verbrachte im Haus, das ebenfalls in der Stadt liegt eine ruhige, bequeme Nacht. Am Montag wurde ihr sodann die Stadtb gezeigt und es gab auch Gelegenheit, Geld zu tauschen. Maritza bedauerte in ihrer Nachricht, dass man Gerüche nicht übermitteln kann, denn sonst würde mit sich dem Foto mit dem Geld auch ein starker Kompostgeruch übermitteln Shewit, ebenfalls ein Mitarbeiter von Ecopia, zeigte ihr ein gemütliches Straßencafé, in dem Maritza ihren ersten, köstlichen äthiopischen Kaffee trank. Ab Morgen wird Maritza nun mit den organisatorischen Arbeiten beginnen. (W.D.)





Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 10.10.2011 um 23:14 Uhr.



Am heutigen Sonntag, den 09.10.2011 beginnt mit dem Vorausflug von Maritza Grass die erste Äthiopienreise der Projektgruppe!

Maritza ist nun auf dem Weg nach Addis Abeba um dort mit den Freunden von Ecopia die Reise der Gruppe vorzubereiten. Sie wird in den nächsten 14 Tagen in Addis Abeba leben und viele Einzelheiten mit zu planen, die für die am 23.10. nachreisende Projektgruppe von Bedeutung sind: Fahrzeuge für die Fahrt nach Chencha, Versorgungs- und Kommunikationsfragen sowie zahlreiche Detailvorbereitungen für die anschließend 2-wöchige Hilfsaktion sind zu organisieren. Gleichzeitig wird sie der Gruppe mitteilen, was an Ausrüstung noch mitzubringen ist.
Maritza wird so insgesamt 4 Wochen in Äthiopien bleiben.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 09.10.2011 um 12:11 Uhr.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 02.10.2011 um 11:19 Uhr.

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